Methoden

Expedition ins Unbekannte

Die Expedition ins Unbekannte kann eine beliebige Aktion von ein bis fünf Tagen beinhalten. Das Besondere ist, dass die Teilnehmenden gemeinsam im Vorfeld mit überlegen, was sie erleben möchten und alle an der Umsetzung beteiligt werden. Die Kinder und Jugendlichen werden bei dieser Expedition von Anfang an zu eigenständigen Akteur*innen, die selbst bestimmen, was passieren soll und was nicht! Zu Beginn der Expedition stehen zunächst ein bis zwei Vortreffen. Diese sind von besonderer Bedeutung, denn an dieser Stelle werden schon Entscheidungen getroffen und Aufgaben verteilt.

Alle relevanten Punkte werden bei diesem Ansatz in 3 verschiedene Kategorien eingeteilt:

1. Rahmenbedingungen, die vorab von der Leitung festgelegt werden, sind nicht veränderbar

– Termin der Expedition und Termine für zwei Vortreffen
– Startpunkt/Ziel/Gegend
– Anreise/Abreise
– Kosten/Budget
– Tätigkeit (Wanderung von A nach B, Radtour, Bustour, …)
– Beteiligung der Teilnehmenden an der Planung und Durchführung

Diese Punkte werden konkretisiert und sind Teil der Ausschreibung.


2. Bedingungen, die von der Leitung gesetzt werden

Diese werden von der Leitung im Vorfeld definiert und be­­ziehen sich auf das Miteinander. Alle Punkte werden beim 1. Vortreffen vorgestellt und müssen von der Gruppe bestätigt werden.

Dazu gehören:
– Es ist eine gemeinsame Aktion der gesamten Gruppe: Niemand darf ausgeschlossen werden
– Jede*r soll sich wohlfühlen können
– Es soll ein Abenteuer werden
– Die Gruppe organisiert sich selbst
– Jede*r hat bei der Planung ein Vetorecht
– Alle sind gemeinsam für die Expedition verantwortlich

Wichtig ist die Balance von Wohlfühlen und Abenteuer. Das Spiel ist weder ein All-Inclusive-Urlaub noch ein Survival-Camp.


3. Bedingungen, die von den Teilnehmer*innen bestimmt werden

Diese werden in den Ent­schei­dungsspielraum der Gruppe gegeben und im Rahmen der Vortreffen gemeinsam besprochen und beschlossen

Dazu gehören vor allem:
– Verpflegung
– Material
– Art der Unterkunft
– Streckenführung (Wieviel möchten wir pro Tag wandern/Radfahren/etc.)
– Herausforderung (Was möchten wir erleben? Wie viel Unbekanntes soll dabei sein?)

Während der Expedition selbst gibt es dann jeden Abend eine gemeinsame Runde, in der die bisherigen Planungen reflektiert werden und gemeinschaftlich angepasst werden können.



AUFGABEN DER LEITUNG 
Wichtig bei der Aufteilung drei Bedingungen ist die Transparenz gegenüber den Teilnehmenden. Die Leitung muss klarmachen, welche Bedingungsarten es gibt und wer für was verantwortlich ist. Der Leitung muss klar sein, dass sie weiterhin für das Wohlergehen der Teilnehmenden verantwortlich ist und maßgeblich die Stimmung in der Gruppe beeinflussen kann. Daher sollten im Vorfeld genügend Ideen/ Methoden vorbereitet werden, um spontan Spielrunden, Programmpunkte oder Gesprächsrunden anbieten zu können.

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