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Interview zur Verabschiedung von Noah Herschbach

»Ich finde es wichtig, dass wir aus unserem Selbst­verständnis heraus für Gerechtigkeit einstehen und die Gesellschaft mitgestalten!«


Warum wolltest Du DL werden?
Zum einen hatte ich Lust, Interessensvertretung für die KjG auf Diözesanebene zu machen, zum anderen haben mich die verschiedenen Inhalte, Aktionen und Veranstaltungen gereizt. Auf Diözesanebene hat man mitden Ressourcen, die zur Ver­fügung stehen, eine super Möglichkeit, Dinge auszupro­bieren, nach vorne zu bringenund richtig was zu bewegen. Das hat mich motiviert. Außerdem hatte ich von Anfang an richtig Lust, Zeit in den Kontakt zu Regionen und Pfarreien zu stecken und viele Menschen kennenzulernen.

Welche Themen haben Dir besonders am Herzen gelegen?
Mir war es über die ganze Zeit als DL ein wichtiges Anliegen, dass die KjG neben allen tollen Aktionen und Veranstaltungen ein politischer Verband ist, der Stellung bezieht, der Visionen hat und der, wenn es sein muss, auch laut ist. Ich finde es nach wie vor wichtig, dass wir aus unserem Selbstverständnis heraus für Gerechtigkeit einstehen und die Gesellschaft mitgestalten.
Daneben hat sich das Thema Mitgliedschaft in der KjG zu einem wichtigen Bereich meiner DL-Zeit entwickelt. Aus dem Beschluss Weil wir es uns wert sind ist die Kampagne Willkommen auf Planet KjG entstanden, die verschiedene Bereiche zur Unterstützung der KjG-Mitgliedsstärke umfasst.
Als drittes wichtiges Thema würde ich die Unterstützung der Pfarreien und Regionen anführen. Wir konnten in den letzten Jahren die Begleitung der Regionen und den Kon­takt intensivieren. Das finde ich gut und wichtig. Dazu gehört für mich auch der Einsatz für gute Rahmenbedingungen für die Jugendverbandsarbeit und Einstehen für personelle wie finanzielle Ressourcen für die KjG, bei BDKJ, Bistum und Land. Das alles hat sich in den letzten Wochen der Pandemie besonders gezeigt und bezahlt gemacht.

Was war Dein schönster KjG-Moment in der Zeit?
Wie soll man zwischen DenkMal!, tollen DA-Wochen­enden, der Kinderstadt, span­nenden DL-Klausuren, Betriebsausflügen, lustigen Weihnachtsfeiern, Mittagspausen, der Neugründung von zwei Pfarreien, Treffen in den Regionen, diversen Konferenzen oder dem großartigen 50-jährigen Jubiläum einen einzigen Moment auswählen? Das fällt mir unglaublich schwer! Ich würde sagen, eins haben diese Momente gemeinsam: Sie haben alle etwas mit Begegnung und zusammen etwas bewegen zu tun.

Was waren Deine größten Herausforderungen in der DL?
Die größte Herausforderung in der DL-Zeit war sicherlich die Phase als zwei Kolleginnen krankheitsbedingt länger ausgefallen sind. Das hat uns als DL-Team auf ganz verschiedenen Ebenen vor Herausforderungen gestellt. Wir sind dadurch aber auch stärker zusammengewachsen und haben uns gegenseitig unterstützt.

Wie hat Deine Stelle in der DL Dich verändert?
Ich glaube, groß verändert habe ich mich gar nicht. Ich habe aber viel gelernt und mich weiterentwickelt. Ich habe zum Beispiel gelernt, in komplizierten, manchmal auch emotionalen Situationen, einen Schritt zurückzutreten und eine Entscheidung von der sachlichen Ebene aus zu treffen.

Wie stellst Du Dir ein Leben ohne die KjG vor? Was sind Deine Pläne für die Zukunft?
Etwas traurig vielleicht, aber ich muss mir, glaube ich, noch ein Hobby suchen bei der ganzen Freizeit, die sich dann ergibt. Ich möchte mich auf jeden Fall weiter engagieren und politisch aktiv bleiben!

Was wünschst Du Dir für Deine Verabschiedung auf der Diko?
Für die Verabschiedung wünsche ich mir, dass viele Menschen dabei sein können, die mich in den letzten Jahren begleitet haben und wir alle zusammen bis in den frühen Morgen feiern können.

— Die Fragen stellte Lena Roppes

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